NEUBURG-SCHROBENHAUSEN

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Der Biber – unser neuer Nachbar

Um dieses Thema kümmert sich Theo Walter

Biber

 

Schwierig ist es oft, Fehler der Vergangenheit durch blosse Umkehrung des Sachverhalts zu bereinigen. Die Wiedereinführung des Bibers ist sicherlich zu begrüßen, der Teufel steckt aber bekanntlich im Detail

Zwar betreibt der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde ein wirklich vorbildliches Biber-Management.
26 Biberberater stehen im Landkreis zur Verfügung, um bei durch den Biber entstandenen Problemen, meist Sachschäden, den Betroffenen Hilfe zu leisten und sie zu beraten.

Einen Ausgleichfonds für Biberschäden gibt es aber nur im Bereich der Land-, Forst- oder Teichwirtschaft.
Oft genug sind sie aber im privaten Bereich, z.B. an Fahrzeugen, die bei Einbrüchen in Biberröhren entstehen und durchaus zu Personenschaden führen können.

Der Versuch des Landkreises im Herbst vergangenen Jahres, den Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit davon zu überzeugen, dass auch derartige Schäden, zumindest in schweren Fällen, ganz oder teilweise entschädigt werden sollten, blieb erfolglos. Nach Söder ist das Budget des Ausgleichfonds zu knapp und weitere Mittel dafür nicht realisierbar.

Sollten die Biber vielleicht statt einer Sitzbank im Wald mal eine Deutsche Bank unterminieren. Ich bin sicher, es würden sofort ein paar Millionen als Ausgleich zur Verfügung gestellt.

Der Landkreis bringt in seinem Biber-Jahresbericht interessante Details über das Leben der Biotop-Schaffer, der Mitte vorvorigen Jahrhunderts bei uns ausgerottet wurde. Danach leben in Bayern heute wieder über 12000 dieser Tiere, im Landkreis rund 350.

Der Jahresbericht kann über die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt angefordert werden.

 

Theo Walter
12.03.2011